Telefonhandel

1. Allgemeine Geschäftsbedingungen

1.1. Der Kunde ist berechtigt, die telephonische Verbindung zur Durchführung der Operationen mit seinem Handelskonto zu verwenden.

1.2. Zu diesen Zwecken muss diese Nummer benutzt werden: +43 (1) 253 084 05 81

1.3. Begriffe, die in Metatrader benutzt werden

 

  • Anweisung — jede Anordnung des Kunden zur Vornahme bestimmter Handlungen auf seinem Konto.
  • Login — Kontonummer in MetaTrader.
  • Passwort — telefonisches Passwort, das der Kunde nach der Ausfüllung des Vertrags über die Kontoeröffnung erhält.
  • Nummer der Position — Nummer der offenen Position, die im Fenster «Terminal» im Feld «Ticket» angezeigt wird.
  • Offene Positionen — Verpflichtungen zum Kauf/Verkauf einer Währung gegen eine andere Währung, die auf dem Handelskonto infolge eines Geschäfts (Kauf, Verkauf) mit einem Währungspaar entstehen und nicht durch ein rückläufiges Geschäft gedeckt sind. Durch die Eröffnung einer Position entsteht die Verpflichtung, ein rückläufiges Geschäft abzuwickeln sowie diese durch die Erfüllung von Marginanforderungen zu behandeln.
  • Margin-Anforderungen — Marginanforderung — Summe der Sicherheiten, die zur Betreuung von offenen Positionen erforderlich sind.
  • Symbol — Finanzinstrument auf dem Devisenmarkt, ein Währungspaar.
  • Auftrag — beliebige Anweisung zur Abwicklung eines Geschäfts zu einem bestimmten Preis.
  • Lot — Grösse eines Standard-Kontraktes bei der Geschäftsabwicklung; entspricht bei allen Währungspaaren den 100.000 Einheiten einer Basiswährung.
  • Geschäftbetrag — Grösse (in Lots) einer offenen/geschlossenen Position bei allen Arten der Ordern, Mindsestbetrag = 0,1 Lot.
  • Bid — erste Komponente des Notierungskurses, zu der ein Verkaufsgeschäft abgewickelt wird.
  • Ask — zweite Komponente des Notierungskurses, zu der ein Kaufgeschäft abgewickelt wird.
  • Spread — Differenz zwischen dem Bid-Preis und Ask-Preis.
  • Eröffnungskurs — Preis, zu dem ein Kaufgeschäft über eine Währung stattfindet, wodurch auf dem Kundenkonto eine „offene Position“ entsteht.
  • Schlusspreis — Preis, zu dem eine gegenüber der Eröffnung rückläufige Operation, d.h. Schließung der Position, stattfindet.
  • Stop-Loss — Order zur Schließung einer offenen Position, wenn der geplante Verlust erreicht ist.
  • Take-Profit — Order zur Schließung einer offenen Position, wenn der geplante Gewinn erreicht ist.

2. Abwicklung von Handelsoperationen

2.1. Identifizierung des Kunden

Beim Anruf bei dem Dealer ist der Kunde verpflichtet, sich zu autorisieren. Dabei soll er sein Login (die Kontonummer) in MetaTrader-Programm und sein telefonisches Passwort nennen. Der Dealer prüft die Richtigkeit des Passwortes und erklärt sich, wenn dieses stimmt, bereit, Anweisungen des Kunden zu befolgen. Wenn es dagegen falsch ist, wird es dem Kunden mitgeteilt, wonach das Gespräch abgebrochen wird.

Beispiel:

Kunde: Guten Tag, hier ist Stephan Rögner, Login 98765, Passwort 4444.
Dealer: Guten Tag Herr Rögner, einen Augenblick bitte...

Wenn die Daten stimmen;

Dealer: Ihre Anfrage bitte?

Wenn die Daten aus welchen Gründen auch immer nicht stimmen, dann wird dem Kunden folgendes mitgeteilt:

Dealer: Die Daten stimmen nicht, auf Wiedersehen.

2.2. Eröffnung einer Position

Der Kunde muss Symbol und Geschäftsbetrag nennen um die Position eröffnen zu können, dann teilt der Dealer die jeweilige Notierung mit, wonach der Kunde die Entscheidung trifft: „Kaufe“, „Verkaufe“ oder „kein Geschäft“. Ansonsten bestätigt der Dealer das Geschäft als abgeschlossen.

Beispiel:

Kunde: Euro/Dollar, 0,5 Lot.
Dealer: 1,2010/1,2014 oder 1,2010/14.
Kunde: Ich verkaufe.
Dealer: Sie haben Euro/Dollar von 0,5 Lots zum Kurs von 1,2010 verkauft.
Kunde: Ich bestätige.

2.3. Schliessung einer Position

Um die geöffnete Position zu schließen, muss der Kunde die Nummer der Position nennen und die Notierung anfragen.

Für die Schließung einer Position nennt der Kunde dem Dealer die Nummer der Position und fragt die jeweilige Notierung an. Nachdem ihm die Notierung mitgeteilt wird, sagt der Kunde „Schließen“ oder „Aufheben“. Wenn die Position geschlossen wird, bestätigt der Dealer das Geschäft als abgeschlossen.

Beispiel:

Kunde: Position 223,344, 0,5 Lot, Schließung der Position.
Dealer: 1,2055/59. Kunde: Schließen bitte.
Dealer: Sie haben Position 223,344 von 0,5 Lots zum Kurs von 1,2055 geschlossen.
Kunde: Ich bestätige.

Anmerkung: Wenn der Kunde eine Teilschließung der Position vornimmt, soll er bei der Anfrage der Notierung auch die Anzahl der Lots nennen, die diese Schließung betrifft.

Zum Beispiel:

Kunde: Position 223.344 von 0,5 Lots, teilweise Schließung von 0,2 Lots.

3. Platzierung von Ordern

3.1. Platzierung von Ordern in Bezug auf die offenen Positionen

Um eine Order in Bezug auf eine offene Position zu platzieren, muss der Kunde die Nummer der Position nennen und den Wunsch äußern, die Order zu platzieren. Wenn die Order ordnungsgemäß erteilt wurde, teilt der Dealer dem Kunden mit, dass das Geschäft abgeschlossen wurde. Ansonsten lehnt er die Anfrage ab.

Beispiel:


Kunde: Ich möchte einen Stop-Loss-Order in Bezug auf Position 223.344 Euro/Dollar, 0,5 Lot, Kauf, bei 1,2000 platzieren.
Dealer: Sie haben einen Stop-Loss-Order in Bezug auf Position 223.344, Euro/Dollar, 0,5 Lot, Kauf, bei 1,2000 platziert.
Kunde: Bestätige. 3.2.

 

Aufhebung von bereits platzierten Aufträgen in Bezug auf die offenen Positionen

Zur Aufhebung einer Order in Bezug auf eine offene Position soll der Kunde die Nummer der jeweiligen Position nennen und den Wunsch äussern, die Order aufzuheben.

Zum Beispiel:

Kunde: Ich möchte eine Stop-Loss-Order in Bezug auf Position 223.344 Euro/Dollar, 0,5 Lot, Kauf aufheben.
Dealer: Sie haben eine Stop-Loss-Order in Bezug auf Position 223344, Euro/Dollar, 0,5 Lot, Kauf aufgehoben.

3.3. Platzierung einer „schwebenden“ Order zur Eröffnung einer Position

Für die Platzierung einer „schwebenden“ Order zur Eröffnung einer Position soll der Kunde die Art der Order (Auftragsart), Symbol und Ausführungspreis der Order nennen. Wenn die Order den Regeln entspricht, erhält der Kunde die Bestätigung des Dealers.

Beispiel:

Kunde: Ich möchte eine „schwebende“ Buy-Limit-Order in Bezug auf das Paar GBP/USD bei 1,8050 platzieren.
Dealer: Sie haben einen aufgeschobenen Buy-Limit-Order in Bezug auf das Paar GBP/USD bei 1,8050 platziert.
Kunde: Geht in Ordnung.

3.4. Aufhebung einer „schwebenden“ Order zur Eröffnung einer Position

Für die Aufhebung einer vorher „schwebenden“ Order zur Eröffnung einer Position soll der Kunde Auftragsnummer, Symbol und Ausführungspreis der Order nennen sowie den Wunsch äußern, die Order aufzuheben.

Beispiel:

Kunde: Ich möchte einen aufgeschobenen Buy-Limit-Order 552233 in Bezug auf das Paar Pfund/Dollar bei 1.8050 aufheben.
Dealer: Sie haben einen aufgeschobenen Buy-Limit-Order 552233 in Bezug auf das Paar Pfund/Dollar bei 1.8050 aufgehoben.
Kunde: Geht in Ordnung.

4. Änderung des Niveaus einer Order

Um das Niveau einer vorher platzierten Order in Bezug auf bereits geöffnete Positionen und auch auf „schwebende“ Order zu ändern muss der Kunde Nummer der Position bzw. Auftragsnummer und Symbol nennen sowie Änderung des Ausführungslevels anzufragen.

Beispiel:

Kunde: Ich möchte das Niveau der Buy-Limit-Order 552233, Pfund/Dollar, von 1,8050 auf 1,8070 ändern.
Dealer: Sie haben das Niveau der Buy-Limit-Order 552233, Pfund/Dollar von 1,8050 auf 1,8070 geändert.
Kunde: Geht in Ordnung.

5. Feststellung des Preisniveaus

Will sich der Kunde nach dem aktuellen Preisniveau für ein x-beliebiges Paar erkundigen, welche auch immer er dazu Gründe hat (z.B. das Computer oder die Leitung ist kaputt gegangen), aber das Geschäft abwickeln will er nicht, darf er sich zu diesem Zweck an Dealer wenden.

In diesem Fall ist die Identifizierung nicht nötig, man braucht nur sich vorzustellen und Symbol zu nennen um die relevanten Informationen zu kriegen.

Beispiel:

Kunde: Guten Tag, hier ist Stephan Rögner, Login 98765, bitte EUR/USD-Kurs. Dealer: 1,2162.

Vergessen Sie bitte nicht, dass der Dealer in diesem Fall nicht einen Bid/Ask-Kurs angibt wie er das normalerweise bei der Ausführung von Operationen auf dem Konto macht, sondern nur einen Mittelkurs, den er auf dem Terminal des Handelssystems sieht. Zur Abwicklung eines Geschäfts dagegen muss man sich autorisieren und gemäß Ziff. 2-5 vorgehen.

6. Abschluss des Gesprächs

Hat der Kunde keine Aufträge an den Dealer mehr und will keine weiteren Operationen auf seinem Konto durchführen lassen, verabschiedet er sich einfach, indem er den Dealer darauf hinweisen muss, dass alle Angelegenheiten schon erledigt sind.

Beispiel:

Kunde: Danke, auf Wiedersehen! 
Dealer: Auf Wiedersehen!

Wenn der Kunde während des Gesprächs eine längere Pause (von über 10 Sekunden) einlegt, kann der Dealer das Gespräch beenden, „Auf Wiedersehen“ sagen und den Hörer auflegen.

7. Schlusswort

Die Order wird nur dann als platziert betrachtet, wenn der Dealer sie laut dem Kunden nachgesprochen hat und der Kunde damit einverstanden ist. Falls der Dealer einen Fehler gemacht hat, muss der Kunde ihn höflich unterbrechen und alles von Anfang an wiederholen.

Privater Verkehr zwischen den Kunden und den Dealern des Unternehmens ist nicht gestattet.

Der Gebrauch von Wörtern und Redewendungen, die nicht durch die vorliegenden Regelungen abgedeckt und doppelsinnig bzw. umgangssprachlich, salopp sind, ist nicht erlaubt.

Bei Verzicht auf die Operationsausführung soll der Kunde den Satz „kein Geschäft“ sagen.

Wenn der Kunde das jeweilige Geschäft nicht gleich nach Erhalt einer Notierung abschließt, ist der Dealer bei der Veränderung der Marktsituation berechtigt, dem Kunden eine weitere Notierung mitzuteilen, indem er unmittelbar davor das Wort „Aufhebung“ zu sagen hat.

Die zufällige Unterbrechung des Telefonats, nachdem der Kunde die Ausführung einer Operation auf seinem Konto bestätigt hat jedoch nicht dazugekommen ist, das Gespräch zu Ende zu bringen, kann kein Grund für den Kunden sein, die ausgeführte Operation abzulehnen.

Die Gesellschaft ist dazu berechtigt alle eingehenden Anrufe aufzunehmen. Im Falle von Streitigkeiten werden diese Aufnahmen zur Feststellung der Rechtmäßigkeit der Handlungen der Parteien herangezogen. Wenn es keine Aufnahme gibt, gelten die Handlungen des Dealers der Gesellschaft als vorrangig.

Um sich nach dem Kontostand erkundigen zu dürfen, muss sich der Kunde zunächst identifizieren.