Foreign Exchange Market oder auch Devisenmarkt im Überblick

Forex (Forex: Foreign Exchange market) ist ein außerbörslicher Devisenmarkt (OTC: Over-the-counter market), der zu den größten und liquidesten Märkten gehört. Das ist ein globaler Markt, auf dem Währungen gehandelt werden. Angebot und Nachfrage von ausländischen Währungen treffen hier aufeinander. Hierbei liegt keine Bindung an einen festen Börsenplatz vor und setzt sich aus einer Mehrzahl von Käufern und Verkäufern zusammen. Eine der wichtigsten Teilnehmergruppen am Devisenmarkt sind Banken (Großbanken, Geschäftsbanken). Sie treten als Spekulanten und Broker auf, d.h. sie kaufen und verkaufen verschiedene Währungen, für die sie selbst das Devisenkursrisiko tragen. Weiterhin stellen sie für die Anleger (Unternehmungen, institutionelle Anleger, Geschäfts- und Firmenkunden) die Devisenkurse. Die dritte Gruppe wichtiger Akteure auf dem Devisenmarkt sind die Zentralbanken. Diese können durch Devisenmarktinterventionen aus wirtschaftspolitischen Gründen in den Markt eingreifen um z.B. das Devisenmarktgleichgewicht wiederherzustellen.

Die Marginhandel-,Telekommunikation- und unter anderem Internetentwicklung haben auch den natürlichen Personen die Möglichkeit gegeben, von Währungskurschwankungen profitieren zu können. Die Margin erlaubt es dem Währungstrader, große Beträge einer Währung mit einer relativ kleinen Anzahlung zu handeln. Die Eröffnung eines Marginkontos ermöglicht Ihnen, Geld vom Makler zu leihen, um Währungsmengen zu erwerben, die gewöhnlich  EUR100.000 wert sind. Das geliehene Geld gibt Ihnen einen enormen Hebel auf Ihren Einsatz. Der Hebel wird gewöhnlich durch ein Verhältnis ausgedrückt - ein Hebel 100:1 bedeutet, dass Sie 100mal soviel wie Sie eingezahlt haben handeln können. Je nach Höhe des Hebels genügt ein Betrag, der nur 0,5% des Geschäftsbetrages ausmacht. Das ist eben das Prinzip des Marginhandels. Viel leichter wäre es dieses Prinzip zu veranschaulichen.

Auf dem Devisenmarkt werden Währungspaare gehandelt, wobei von deren Kursschwankungen profitiert wird. Wie viel Kurswährung braucht man, um eine Einheit der Basiswährung zu kaufen, zeigt die Kursnotierung eines Währungspaares. Als Basiswährung wird die Währung bezeichnet, die im Paar als erste steht. So gilt bei dem EUR/USD Paar der EUR als die Basiswährung. Normalerweise werden Währungspaare in Standard-Lots gehandelt, die meist aus 100.000 Einheiten der Basiswährung bestehen. Aber neben den üblichen Lots gibt es auch die sogenannten Mini Lots, die aus 10.000 Einheiten bestehen. Um ein Lot des EUR/USD Paares zu kaufen, das bei 1.5000 notiert, braucht man nur 1 500 EUR oder 2 250 USD und das ist, wenn die ganze Transaktion 100 000 EUR wert ist.

Wichtig ist es, das man Gewinn sowohl aus Erhöhung, als auch aus Senkung des Währungskurses erzielen kann. Die angehenden Trader haben oft die Frage, wie sie Euro verkaufen können, wenn sie diese nicht tatsächlich haben und auf ihrem Konto nur US-Dollar liegen. Die Antwort darauf ist kinderleicht und steckt gerade hinter dem Prinzip selbst des Marginhandels. Wenn der Trader ein Geschäft zum Verkauf des EUR/USD Währungspaares abschließt, führt er keinen tatsächlichen Verkauf durch, sondern spekuliert auf den für dieses Währungspaar rückläufigen Kurs (á la Baisse) — ein solches Geschäft findet auf Margin-Basis und ausschließlich unter Netting-Bedingungen statt. Das weist darauf hin, dass zur Abwicklung des Geschäfts nur eine Sicherheitsleistung gefordert wird. Dabei hängt die Höhe der Sicherheitsleistung vor allem von der Hebelgröße ab. Auf solche Weise statt eine Währung gegen eine andere zu tauschen, wird die existierende Position abgeschlossen und die Berechnung von Gewinn oder Schaden aus dieser Transaktion durchgeführt. Das zweite Hauptprinzip des Marginhandels ist die Verpflichtung zur Abwicklung des rückläufigen Geschäfts, die immerhin zeitlich nicht begrenzt ist und vom Trader am selben Tag oder sogar nach Jahren erfüllt werden kann.

Besonders attraktiv daran ist, dass man rund um die Uhr und ohne Pausen und Unterbrechungen handeln kann. Gehandelt wird auch wenn es auf dem Markt heftige Bewegungen gibt.

Warum Interbank

Die Finanzmärkte werden je nach dem Organisationsprinzip in organisierte (börsenfähige) und unorganisierte (außerbörsliche) Märkte verteilt. Im ersten Fall wird der Handel per Börse ausgeführt, die ihre geografische „Residenz“, Arbeitszeiten, Regelungen, Standards und Spezifikationen hat. Im zweiten Fall hat der Markt keine konkrete „Adresse“, d.h. der Handel wird sekündlich auf der ganzen Welt ausgeführt.

Forex gehört zu der zweiten Kategorie. Es ist ein außerbörslicher Markt (andere Bezeichnungen: OTC-Markt, Over-the-Counter-Markt).

Die Hauptteilnehmer des FOREX-Markts sind:

  • Kommerzbänke
  • Zentralbänke
  • Export- und Importunternehmen
  • Fonds (Investment-, Hedge-, Rentenfonds)
  • Die im Bereich des Devisenhandels tätigen Brokerfirmen
  • Devisenbörsen
  • Einzelpersonen

Die Kommerzbänke sind als solche einer der Hauptteilnehmer an den Konvertierungsgeschäften mit den Währungen und wickeln die Geschäfte aus eigenem Aufkommen ab. Außerdem halten andere Teilnehmer bei ihnen Konten, sie geben den Kommerzbanken Ordnungen für Ausführung solcher Geschäfte.

So ist der FOREX-Markt de facto ein Markt für Interbankengeschäfte.